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Die AnwVS ist heterogen zusammengesetzt, z.B. bei der Altersspanne im Team.

Aus dem Innenleben der AnwVS – mit Bezug zum AGG

05. April 2017 · Beitrag von Árni Anwaldson in den Kategorien: Vermischtes

„Wir bei der AnwVS sind ein junges, dynamisches Team.“ – Das war unsere direkte Reaktion auf ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). In dem Blog-Artikel hatten wir kurz dargelegt, was es damit auf sich hat. Jetzt legen wir nach und schlüsseln mal unser Team auf.

Bewusster Kontrapunkt zum AGG

Um das AGG mal in kompakter Form zusammenzufassen: Niemand darf wegen irgendetwas diskriminiert werden. Deshalb ist es besser, grundsätzlich auf deskriptive oder eingrenzende Wörter zu verzichten.

Unserem Selbstverständnis nach sind wir als Team beispielsweise „jung“ und „dynamisch“, weil wir erst nach dem Jahrtausendwechsel angefangen haben und bis heute unseren Service permanent weiterentwickeln. In Stellenanzeigen müssen wir diese Fomulierungen aber tunlichst ausblenden

Möglicherweise reizen wir den Rahmen des Erlaubten aber aus, wenn wir innerhalb kurzer Zeit gleich zweimal (!) diese Aussagen in einem Blogtext treffen. Falls ein motivierter Rechtsanwalt aber doch einmal auf einen „interpretationsfreudigen“ Richter stößt, wollen wir beiden mit diesem Artikel vorsorglich die Zähne ziehen.

Die Altersspanne bei der AnwVS

Das AGG deckt eine ganze Spanne von Themen ab, darunter die religiöse und weltanschauliche Einstellung oder Dinge, die im Privatleben hinter verschlossenen Türen stattfinden. Darüber haben wir beim AnwVS-Team keine Kenntnisse und sie spielen für die Arbeit auch Nullkommanull eine Rolle.

Einige Dinge konnten wir jedoch sehr leicht erheben, für eine statistische Betrachtung aggregieren und hier ausbreiten… Dazu gehören das Geschlecht (vergleichsweise offensichtlich), das Alter (ist der Geburtstagsliste zu entnehmen) und die geographische Herkunft (hier sind insbesondere Plaudereien unter Kollegen die Quelle).

Um die Altersverteilung mit einem statistischen Satz zu erschlagen: Im unteren Quartil lautet die Grenze 29 Jahre, im oberen Quartil 41 Jahre und der Median liegt bei 33 Jahren. Das sagt nichts über das Durchschnittsalter aus, aber darüber, wie die grundsätzliche Altersverteilung ist. Konkret: Das jüngste Viertel ist maximal 29 Jahre alt (unteres Quartil), das älteste Viertel mindestens 41 Jahre (oberes Quartil) und je eine Hälfte der Kollegen ist jünger bzw. älter als 33 Jahre (Median).

Wer es grafischer mag (und sich das auch vorstellen kann): Legen wir eine Gauß’sche Glockenkurve über diese Zahlen, haben wir die stärkste Ausprägung tatsächlich rund um den Median, wobei die Ausfaserung nach links Richtung „Jugend“ naturgemäß deutlich kürzer ist als in die andere Richtung.

Sonstige Aspekte (teilweise) mit Bezug zum AGG

Anders als in Gesellschaften (im Sinne: „Bevölkerung eines Landes“) gibt es bei uns klare Disparität: Statt 52:48 lautet das Geschlechterverhältnis ca. 63:37. Bezogen auf das Führungspersonal weicht dieser Wert noch stärker ab, denn 100% der (insgesamt zwei) Vorstandsposten sind männlich besetzt. Würden wir unter die Einschlusskriterien des Deutschen Corporate Governance Kodex fallen, müssten wir dafür wahrscheinlich eine Erklärung abgeben. Da wir aber Gründer- wie Inhabergeführt sind, ergibt sich die Begründung aus dem Vorgesagten.

Interessant ist auch die grundsätzliche regionale Herkunft: Neben viel „kölschem Bloot“ haben wir u.a. Kollegen mit Wurzeln auf dem Balkan, dem Nahen Osten, Südeuropa oder dem norddeutschen Plattland. Eine Rolle spielt das im Einstellungsprozess natürlich nicht, schließlich sind bei uns auch Leute aus der „verbotenen Stadt“ (vulgo Düsseldorf) bzw. Anhänger des dort ansässigen Fußballclubs beschäftigt.

Speziell letzteres ist sogar ganz unterhaltsam, wenn sich in den (Kaffee-)Pausen die Fans zum Fachsimpeln zusammenfinden. Da tauschen sich dann vor allem Freunde des Eff Zeh (ganz viele), der Fortuna (ganz mutige), der Bayern und des BVB (erstaunlich wenige) aus und knattern sich kollegial gerne mal auch an. Erspart bleibt das lediglich dem bedauernswerten Anhänger der Alemannia aus Aachen. Nicht nur, dass die Öcher Kicker in der vierten Liga spielen, sie haben jetzt auch einen Insolvenanztrag gestellt. Da kann nicht einmal das AGG helfen…


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Über den Autor

Árni Anwaldson

Árni Anwaldson ist der Kolumnist der AnwVS. Mit spitzer Feder greift er Themen auf, die den hauseigenen Anwälten und sonstigen Mitarbeitern zu heiß sind. Er ist eine Kunstfigur, die durchaus Ähnlichkeit mit zwei oder drei bekannten Köpfen des Hauses hat…


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