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Fundstück: umsatzeffektiv zwischen 50 und 59 Stunden

05. Januar 2017 · Beitrag von Blog-Redaktion in den Kategorien: Vermischtes

Pünktlich zum Start ins neue Jahr ist jetzt in unserer Twitter-Timeline aufgetaucht, was wir aus eigener Beobachtung (und dem eigenen Haus) bereits wussten: „Anwälte sind besonders fleißig“. Das ist ein Ergebnis der Studie „Anwaltstätigkeit der Gegenwart“ des Soldan Instituts.

Anwälte als Fleißarbeiter

Anwälte schauen der Arbeit intensiv ins Auge.
Anwälte schauen der Arbeit intensiv ins Auge.

Das Statistische Bundesamt legt mit der Übersicht „Wöchentliche Arbeitszeit“ den Vergleichswert: 41,4 Stunden pro Woche arbeiten hierzulande die Vollzeiterwerbstätigen. Die hiesigen Rechtsanwälte treiben diesen Wert ordentlich nach oben – schließlich beträgt ihre durchschnittliche Wochenarbeitszeit beträgt 51,1 Stunden.

Jeder Dritte liegt dabei zwischen 50 bis 60 Stunden pro Woche und fast jeder fünfte noch darüber. Laut der Soldan-Studie zahle sich die hohe Arbeitszeitbelastung bis zu einem gewissen Punkt aus: Mit dem Zeitaufwand steige auch der persönliche Honorarumsatz – allerdings „nicht kontinuierlich linear“ pro Arbeitsstunde, so Prof. Dr. Matthias Kilian vom Soldan Institut.

Unter Umsatzaspekten seien die Rechtsanwälte am effektivsten, die zwischen 50 und 59 Stunden in der Woche arbeiteten.

Weitere Ergebnisse

Darüber hinaus konstatiert die Studie u.a., dass sich bei den Berufsträgern ein Wandel weg vom Generalisten zum Spezialisten vollzogen hat, die Hälfte  der Mandanten Verbraucher sind und etwas mehr als die Hälfte der Rechtsanwälte zu 50 Prozent oder mehr Stammmandanten betreut. Die größte Bedeutung in der Beratungspraxis komme dabei dem Zivilrecht zu. Strafrecht (15%), Sozialrecht (10%) und Verwaltungsrecht (9%) wurden deutlich seltener als wichtigster nicht-zivilrechtlicher Tätigkeitsschwerpunkt genannt.

Hintergrund

Die Studie „Anwaltstätigkeit der Gegenwart: Rechtsanwälte, Kanzleien, Mandate, Mandanten“ wurde im Juni 2016 auf dem 67. Deutschen Anwaltstag vorgestellt. Die emprischen Befunde basieren auf der Befragung von knapp 1.600 Rechtsanwälten und wurden auf 341 Seiten die vier Oberthemen Rechtsanwälte, Kanzleien, Mandanten sowie Mandate in 31 Unterthemen zusammengefasst. Die Studie erschien im Anwaltverlag  als Band 19 der Forschungsberichte des Soldan Instituts (ISBN 978-3-8240-5431-2).


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