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Internationale Gins, ihr Marketing sowie Anlaufstellen

22. November 2017 · Beitrag von Blog-Redaktion in den Kategorien: Vermischtes

In einer norddeutschen Hansestadt gibt es den Spruch: „Dreimal ist Bremer Recht“. Historisch hat es eine rechtliche Bewandnis (wie passend für den AnwVS-Blog!), meint heuzutage aber eher: „Aller guten Dinge sind drei“. In diesem Sinne setzen wir uns heute ein drittes mal mit Gin auseinander. Wohl bekomm’s!

Ein Update zur Auffrischung

Ein kleines Update zur Auffrischung: Im ersten Teil haben wir uns vorrangig mit der rechtlichen Einordnung beschäftigt. Im einleitenden historischen Teil wurden aber zuerst die Herkunft (als Genever aus den Niederlanden) und die Entwicklung (Sprung über den Ärmelkanal und Neugeburt als Gin) dargestellt.

Im zweiten Teil ging es vorranging um Aspekte des Marketings, speziell bei deutschen Gins. Schließlich ist der neue Gin Craze ein vergleichsweise junges Phänomen, das im Wesentlichen erst durch Monkey 47 ab 2008 angestoßen wurde. Da seitdem (und bis heute) immer wieder neue Anbieter und Marken auf den Markt kommen, brauchen sie für den Vertrieb kreative Ideen, die mehr sind als Geschichte und Tradition (was ja beispielsweise das Pfund ist, mit dem Jack Daniels und die schottischen Destillen wuchern).

Mit dem dritten Teil verbinden wir nun die ersten beiden Teile inhaltlich miteinander: Wir betrachten das Marketing internationaler Gin-Marken. Damit schließen wir den Kreis und sorgen für eine perfekt abgerundete Gin-Trilogie, die komplett auf Tastings und Empfehlungen verzichtet. Das wäre dann vielleicht eine Idee für eine neue Serie…

Marketing zählt – eine internationale Auswahl

Wie zuvor bei den deutschen Vertretern verzichten wir in der nachfolgenden Aufstellung auf allzu einfach zu erwerbende Klassiker und Marktführer, die es faktisch in jedem (größeren) Supermarkt zu finden gibt. Haben wir zuvor noch den Botanist explizit ausgenommen, ist er hier nun enthalten – allein wegen der Flasche. Ansonsten gilt aber auch hier: Die Auswahl ist willkürlich erhebt ungefähr null Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Cruxland (ZA): Kalahari-Trüffel
  • Harahorn (NO): benannt nach einem Berg und einem norwegischen Fabeltier, das dem Wolpertinger ähnelt – vor dem Hintergrund müssen die Botanicals weitgehend aus Norwegen kommen, ist doch klar
  • Filliers 28 (BE): ein Gin aus einem Haus und einem Land mit großer Genever-Tradition, wie der Zufall es will, wurde das alte Gin-Rezept vor nicht allzulanger Zeit wiederentdeckt – ohne weitere Kenntnis des Sachverhalts wollen wir das natürlich glauben
  • Nordic x Gin (S): die große Zeit des Aqvavit ist in Deutschland vorbei – Aqvavit Botanicals
  • Ophir Gin: ein „Oriental Spiced London Dry Gin“, dessen Botanicals in der Storyline an den Dreiklang „König Salomo – Gewürzstraße – legendärer Reichtum“ angelehnt sind, neben Wacholder gibt es daher u.a. Kubebenpfeffer aus Indonesien, Tellicherry-Pfeffer aus Indien, Kreuzkümmelsamen aus der Türkei und Koriander aus Marokko
  • Plymouth Gin (ENG): einer von drei Gins, der eine geschützte geographische Angabe ist; hat eine Geschichte; darüber hinausgehende Vertriebsargumente gibt es aber nicht
  • The Alpinist (LI): preislich ein Oberklasse-Gin (zwischen 50 und 55 EUR), dessen Werbeversprechen das „Gletscherwasser aus dem Jungfraujoch aus über 3400 m ü.M.“ ist
  • The Botanist (SCO): kommt von einer schottischen Whiskeydestille und ist (nach aktuellem (Kenntnis-)Stand) der einzige Islay-Gin; die geprägte Individualflasche enthält zum Nachlesen alle Botanicals

Infoquellen: Händler, Bars und spezialisierte Websites

Echte Gin-Experten können an dieser Stelle abbrechen, Neulinge sollten weiterlesen. Als Quellen für weitere Informationen oder direkt die Gins selbst bieten sich – ohne Berücksichtigung des privaten Umfelds – drei Optionen an:

  • Händler, die ihre Produkte selber kennen, sich auskennen und fachkundig beraten können,
  • Bars mit einer breiten Auswahl, in denen das fähige Barpersonal mittels Frage und Antwort einen passenden Gin herausfinden sollte,
    Bars, die ausschließlich auf Gin & Tonic spezialisiert sind (ja, die gibt es wirklich!), sowie
  • Websites, die sich wahlweise mit Spirituosen im Allgemeinen oder mit Gin im Speziellen beschäftigen.

Für Neueinsteiger in die Materie, die noch nicht den Weg zum Fachhändler gefunden haben, bieten sich Feinkostsupermärkte an (wie in den Innenstädten der Republik beispielsweise der im Keller von Kaufhof). Die Auswahl stimmt meistens, nur ob das auch für die Beratung gilt, hängt dann vom Personal ab. Wo und wie sich Fachhändler finden lassen, zu denen übrigens oft genug auch unabhängige Weinhändler zählen, muss hier nicht erläutert werden.

Dem Leser eines Online-Mediums wie diesem Blog nun zu erklären, wo und wie sie weitere Informationen zu den vorgenannten Anlaufstellen finden… das fänden wir beleidigend. Auch jeden Fall bitten wir um Verständnis, dass wir bei Händler, Bars und Medien keine Namen genannt haben. Die Auswahl ist einfach zu groß. Aber wenn Sie explizit eine Empfehlung aussprechen möchten: Einfach als Kommentar unter den Text setzen!


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